Cover of Considerations on Western Marxism
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Considerations on Western Marxism

by [by] Perry Anderson (1976)

About this book

This synoptic essay considers the nature and evolution of the Marxist theory that developed in Western Europe, after the defeat of the proletarian rebellions in the West and the isolation of the Russian Revolution in the East in the early 1920s. It focuses particularly on the work of Lukács, Korsch and Gramsci; Adorno, Marcuse and Benjamin; Sartre and Althusser; and Della Volpe and Colletti, together with other figures within Western Marxism from 1920 to 1975. The theoretical production of each of these thinkers is related simultaneously to the practical fate of working-class struggles and to the cultural mutations of bourgeois thought in their time. The philosophical antecedents of the various school within this tradition - Lukácsian, Gramscian, Frankfurt, Sartrean, Althusserian and Della Volpean - are compared, and the specific innovations of their respective systems surveyed. The structural unity of 'Western Marxism', beyond the diversity of its individual thinkers, is then assessed, in a balance-sheet that contrasts its heritage with the tradition of 'classical' Marxism that preceded it, and with the commanding problems which will confront any historical materialism to succeed it. (Source: Verso Books)

Setting / LocationGlobal
Story Era1920s Jazz Age
Protagonist / CoreConsiderations on Western Marxism Lead Character

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Es ist kein Geschichts-Buch: Die Fragen, die die Studenten- und Jugendrevolte Ende der 60er Jahre an unsere Gesellschaft, an Politik und Moral, an die deutsche Vergangenheit stellte, erst geduldig, dann militant, sind bis heute nicht wirklich beantwortet. Was hat die radikalen Frager in diesen Jahren der Unruhe bewegt? Wovon träumten sie, die aus dem öd-konservativen Konsens der Adenauer-ära aufgebrochen waren? Und welche Rolle hatten dabei jene Theoretiker wie Ernst Bloch, Helmut Gollwitzer, Herbert Marcuse, die intellektuellen Mentoren der Revolte, die sich auch praktisch solidarisierten? Die Revolte markierte einen einschneidenden Wendepunkt in der politischen Kultur der Bundesrepublik. Aber was ist geblieben von den Anstößen, den Impulsen, den zuweilen provokativen Aktionen? War alles sinnlos? Sind wir wieder in den 60ern angelangt, haben wir uns nur einmal im Kreis gedreht in dieser Republik, in der nun der „Enkel Adenauers“ regiert? Und ist vielleicht auch der Traum von einem freiheitlichen Sozialismus, den viele damals träumten, ausgeträumt? Oder gar enttäuscht durch die Revolte, denunziert durch ihre Protestmethoden, die (auch) im Terror endeten? Oder lebt die Revolte vielleicht doch in vielen Formen von demokratischem Widerstand und in neuen sozialen Bewegungen? Rudi Dutschke — den einen moralisches Vorbild und Freiheitskämpfer, den anderen demagogischer Prediger von Gewalt — starb am 24. Dezember 1979, erst 39 Jahre alt, an den Spätfolgen des Revolverattentats von Ostern 1968, „So ist die Revolte Trauma und Traum, Geschichte und Gegenwart. Noch vor dem Tod einiger ihrer Väten (Bloch, Marcuse, Sartre) starben, oft gewaltsam, viele ihrer Söhne und Töchter, in den USA, in Westeuropa, in vielen Ländern der Welt. Die Revolte, die Träume, Entwürfe, Utopien konnten nicht erschossen werden. Trost für Trauernde kann das nicht sein. Eine Spur Hoffnung vielleicht — für den nächsten Versuch. Die Revolte war ein Aufbruch, sich selbst, eine neue Welt und die Wahrheit zu suchen. Unbedingt, provozierend, mit der ganzen Existenz. Und die Wahrheit ist konkret, hat einmal jemand gesagt, auch nicht in einer Nacht zu finden. „Wo die Revolte konkret wurde, hat sie sie gefunden.“ (Jürgen Miermeister) Die vorliegenden Texte, Essays über drei „Väter der Revolte“ (Bloch, Gollwitzer, Marcuse), einige Briefe an sie (und von ihnen) sowie Interviews mit Rudi Dutschke aus den 60er und 70er Jahren, wurden ergänzt durch Reden und Schriften der „antiautoritiren Autoritäten“, durch Dokumente der Zeit (oft des Hasses der Zeit) und durch eine auf den neuesten Stand gebrachte Bibliographie. Dieses Buch zeigt Rudi Dutschke in seiner Vielseitigkeit: den politischen Menschen, von christlicher Ethik her kommend, den Agitator und Rhetoriker, den kritisch-selbstkritischen Theoretiker — und nicht zuletzt wird er hier sichtbar als einer, der zuhören und vermitteln, lernen und weitergeben konnte; als einer, dem Liebe und Leidenschaft für Menschen eigen waren: „Sich selbst zu verändern, glaubwürdig zu werden, Menschen zu überzeugen und den verschiedensten Formen von Ausbeutung und Terror entgegenzuwirken, das mag in manchen Augenblicken ungeheuer schwer erscheinen. Und dennoch gibt es dazu keine Alternative.“ (Rudi Dutschke, 1977)

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